Deutsche Schuldenberatung

Eidesstattliche Versicherung

Die eidesstattliche Versicherung wird umgangssprachlich auch als Offenbarungseid bezeichnet und dient dem Gläubiger bei der Durchsetzung seiner Interessen. Dazu muß er beim zuständigen Vollstreckungsgericht (Amtsgericht) einen Antrag auf Anberaumung eines Termins zur Abgabe der eidesstattlichen Versicherung stellen.

Zur Beantragung dieses Termins müssen bestimmte Voraussetzungen vorliegen:

– ein Titel mit Vollstreckungsklausel
– die Zustellung
– die (erfolglose) Sachpfändung
– eine Fruchtlosigkeitsbescheinigung des Gerichtsvollziehers

Eidesstattliche Versicherung

Vor- und Nachteile der eidesstattlichen Versicherung

Bei Vorliegen der Voraussetzungen muß der Schuldner ein Vermögens-verzeichnis erstellen, in welchem detaillierte Angaben zur Einkommens- und Vermögenssituation gemacht werden. Dabei sind wahrheitsgemäße Angaben erforderlich, die Richtigkeit der Angaben muß bezeugt werden.
Nach Abgabe der eidesstattlichen Versicherung wird der Schuldner in das Schuldnerverzeichnis eingetragen. In den meisten Fällen erhält er auch einen entsprechenden Eintrag bei der SCHUFA.
Neben den Nachteilen, die die Abgabe der eidesstattlichen Versicherung mit sich bringt, entstehen dem Schuldner auch Vorteile. So erhält der Schuldner eine amtliche Bestätigung, daß keine Vermögensverhältnisse mehr vorhanden sind, aus denen sich der Gläubiger eventuell bedienen kann.

Der Schuldner sollte daraufhin allen anderen Gläubigern eine Kopie über die Abgabe der eidesstattlichen Versicherung zukommen lassen. Dadurch werden weitere Gläubiger daran gehindert, eigene Forderungen geltend zu machen. Meistens verbessert sich die Verhandlungsposition des Schuldners zu seinen Gläubigern, viele sind anschließend zu Zuge-ständnissen bereit.

Nach Abgabe der eidesstattlichen Versicherung sollte der Schuldner den Rat einer professionellen oder amtlichen Schuldnerberatung in Anspruch nehmen, um eine komplette Entschuldung zu erreichen.

Eidesstattliche Versicherung und Gläubiger